Ein Wein mit Charakter und Terroir – und viel Eleganz.
Die Familie Quiot war von den Dentelles de Montmirail und ihren charaktervollen Erzeugnissen begeistert. Seit 2006 besitzt sie Château du Trignon, um das Weingut weiterzuführen und auszubauen. Dazu kamen 10 Hektar in Vacqueyras sowie einige Hektar in Beaumes-de-Venise.
Die Familie beschreibt es so: „Wir achten die bisherige Arbeit und bringen zugleich unser Wissen als Winzer ein. Dieses besondere Terroir passt zu unseren anderen Weingütern und zu unserer Tradition, unserem Qualitätsanspruch und unserer Bereitschaft zur Weiterentwicklung.“
Für den Namen Gigondas gibt es zwei mögliche Erklärungen. Er könnte vom lateinischen gignit undas stammen, etwa „aus den Wassern hervorgegangen“ – passend zu diesem Gebirgsterroir, unter dem sich ein riesiger unterirdischer Wasserspeicher befindet. Oder der Name geht auf jucunda zurück, „angenehm“ oder „freudig“: möglicherweise nach einem frühen Besitzer namens Jucundus, wegen der reizvollen Lage und der Jagd in der Umgebung – oder wegen der Freude am Wein.
Der Weinbau reicht bis in die Antike zurück. Der Überlieferung nach legten Veteranen der Zweiten Römischen Legion die ersten Weinkeller an. Auch gefundene Weinfässer und -behälter geben Hinweise darauf. Die älteste schriftliche Erwähnung eines Weinbergs in Gigondas stammt aus dem 12. Jahrhundert. Am 6. Januar 1971 wurde Gigondas als erster Wein der Côtes du Rhône Villages zum Cru erhoben.
Die Böden der Appellation bestehen aus grossen, steinigen, roten Schwemmlandterrassen aus dem Mindel. Sie reichen bis an den Fuss der Dentelles de Montmirail. Dank ihrer hohen Durchlässigkeit trocknen die Rebflächen rasch ab. Die tonreichen Böden sind typisch für Terroirs grosser Weine.
Auf dem Weingut gibt es drei Bodentypen: ton- und kalkhaltige Molasse, Schwemmland mit aufgesprengten Kieselsteinen sowie Safres und Sandstein.
Die Trauben werden teilweise entrappt. Die Maischegärung dauert drei bis vier Wochen. Ein Teil des Weins durchläuft die malolaktische Gärung und reift in Eichenholz.
Verwendete Rebsorten: Grenache Noir, Mourvèdre und Syrah.
Gigondas-Weine zeigen ein reiches Bouquet mit feinen Frucht- und Gewürzaromen. Ihre sonnige Farbe reicht von Rubinrot bis zu dunklem Granat. In der Nase finden sich rote Früchte und sehr reife schwarze Früchte.
Am Gaumen ist der Wein vollmundig und fleischig. Grenache Noir bringt Kraft und Ausdruck; markante Tannine, ein strukturierter Körper und gutes Reifepotenzial zeichnen den Wein aus. Syrah und Mourvèdre verstärken die granatrote Farbe und verleihen den Aromen Würze.
Château du Trignon im Glas:
Nicht zu kühl servieren, damit sich Fülle und Aromareichtum entfalten können.
Dazu passen Lammkeule, Gerichte mit Trüffeln und geschmortes rotes Fleisch. Als Rezeptvorschlag nennt die Website ein gegrilltes Côte de Bœuf.
Das angegebene Reifepotenzial lautet 5–10 Jahre beziehungsweise 10–15 Jahre.
Die Seite führt ausserdem eine Umweltzertifizierung mit dem Hinweis Haute Valeur Environnementale (HVE) auf.